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Interdisziplinarität in der Diabetesforschung
Carsten Danzer
Für einen diplomierten Zellbiologen aus Konstanz ist es sicher nicht abwegig, sich nach Abschluss der Arbeit in Zürich nach einer Doktorandenstelle umzuschauen. Carsten Danzer wusste, dass er auf dem riesigen Gebiet der metabolischen Krankheiten forschen wollte, idealerweise mit einem Projekt, das nicht nur reine Grundlagenforschung beinhaltete, sondern eher medizinisch ausgerichtet war. Dass er nun sein Doktorat in Zürich und nicht in Berlin oder Heidelberg macht, hat seinen Grund zum einen darin, dass er in der Gruppe von Wilhelm Krek am Institut für Zellbiologie der ETH genau die gewünschte Stelle fand. Zum anderen vergingen vom Vorstellungsgespräch bis zum Arbeitsantritt auf dem Hönggerberg nur gerade zwei Monate, was keine Zeit liess, um bereits abgesandte Bewerbungen an anderen Universitäten ernsthaft ins Auge zu fassen. Die Nähe zu Konstanz ist auf jeden Fall ein Plus an Zürich, da seine Freundin in Konstanz ihr Doktorat absolviert. Ausserdem schätzt Carsten vor allem, dass es von der Limmatstadt nur einen Katzensprung in die Berge ist, wo er beim - leider seltenen - Bergsteigen, Klettern, Kajak oder Ski fahren einen wichtigen Ausgleich zur Arbeit im Labor findet.
Carsten Danzer versucht in seinem Projekt “Analysis of protein network dynamics in pancreatic beta cells” an fettleibigen Labormäusen mit Hilfe der Massenspektrometrie und den neusten Techniken der Bioinformatik den Krankheitsverlauf der Diabetes Typ 2 besser zu verstehen. Er ist Teilnehmer eines Roche-Projekts, doch ausser mit der Industrie wird auch eng mit einer Gruppe vom Institut für Klinische Pathologie am Universitätsspital zusammengearbeitet. Besonders wichtig ist daneben der regelmässige Austausch mit den Proteomics Fachleuten und dass ein Bioinformatiker gleich mit im Büro sitzt, ist nicht nur praktisch, sondern es fördert die Interaktion in hohem Masse. Carsten schätzt diese Interdisziplinarität seines Projektes sowie den Einblick in die verschiedensten Techniken, er hebt aber auch die gute Stimmung in der grossen Gruppe hervor, in der man jederzeit auf Hilfe und konstruktives Feedback zählen kann. Die Teilnahme am PhD Programm in “Systems Biology of Complex Diseases” ist dann angesichts der bereits hervorragenden Arbeitsbedingungen an der ETH das Tüpfelchen auf dem I. Die angebotenen Kurse sind spannend und geben einen hilfreichen Einblick in andere Arbeitsweisen. Darüber hinaus erleichtert der regelmässige Kontakt mit anderen Doktorierenden neue Kollaborationen und hilft beim Aufbau eines Netzwerkes, welches wiederum den Zusammenhalt und die Interaktion fördert.
Im Juli 2005 hat Carsten mit seiner Dissertation in Zürich begonnen und er steht nun etwa in der Hälfte des drei- bis vierjährigen Doktorats. Sein Wunschziel, das Projekt zu einem sinnvollen Ende zu bringen und nicht mittendrin abschliessen zu müssen, scheint im Moment glücklicherweise erreichbarer als auch schon. Die Fülle von Daten, die produziert werden, machte es lange relativ schwierig den konkreten out-put zu sehen und einschätzen zu können, welche Daten für einen selbst auch wirklich verwendbar sind. Obwohl es bis zum tatsächlichen Abschluss der Doktorarbeit noch eine Weile hin ist, so hat Carsten schon einige Vorstellungen, wie es danach weiter gehen soll. Eine ausgedehnte Reise wird dafür entschädigen, dass man während des Studiums und der Dissertation nie einen längeren Urlaub machen kann und die Auslandaufenthalte sich häufig auf verlängerte Wochenenden beschränken. Danach wird ein Post-doc folgen, allerdings ist der Entscheid für die Industrie oder die Akademie noch nicht gefällt. In der Forschung möchte Carsten auf jeden Fall bleiben, doch muss es nicht unbedingt das gleiche Gebiet sein. Das Feld der metabolischen Krankheiten ist so riesig und die Möglichkeiten, die die Systembiologie den Wissenschaftlern eröffnet so vielfältig, dass Carsten zuversichtlich ist, wieder ein Projekt zu finden, dass ihn voll und ganz packt.
Carsten Danzer ist Doktorand am Institut für Zellbiologie der ETH Zürich und Mitglied des PhD Programms Systembiologie komplexer Krankheiten
Autorin: Dr. Susanna Bachmann, Programmadministratorin der Life Science Zurich Graduate School
Videoclips mit Erica Bogan
Erica Bogan ist in Costa Rica aufgewachsen und spricht deshalb fliessend Spanisch. Im Interview antwortet sie allerdings mühelos auf Deutsch und Englisch! Obwohl sie zurzeit täglich 10-12 Stunden im Labor verbringt, weiss sie nicht, ob sie in Zukunft in der Forschung bleiben möchte. Hören Sie selber was sich Erica für ihre Zukunft wünscht.
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Eine Infektion des Verdauungstrakts
Kaum ist man zurück aus den Ferien in exotischen Ländern, wird man geplagt von Krämpfen in Magen und Darm. Das Bakterium Salmonella Typhimurium verursacht im Magen-Darm-Trakt schwere Entzündungen, die im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen können. Kathrin Endt versucht mit ihrem Forschungsprojekt die Mechanismen dieser Entzündung besser zu verstehen.
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Ein begeisterter Krebsforscher
Natko Nuber hat sich hier in Zürich nicht nur einen neuen Freundeskreis aufgebaut, sondern sich auch in ein völlig neues Forschungsgebiet eingearbeitet. Am UniversitätsSpital Zürich versucht er, eine Impfung gegen den schwarzen Hautkrebs zu entwickeln.
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© Life Science Zurich 2002 | letzte Änderung 21.05.2007 | Impressum